Wolfurt holt mit Aufholjagd den Matchball

Ein Wechselbad der Gefühle war das zweite Finalspiel des Raiffeisen RHC Wolfurt auswärts beim RHC Vordemwald. Nach dem knappen 4:3 Erfolg und somit dem 1:0 in der Serie, war diese Partie zu Beginn von Abtasten beider Mannschaften geprägt. Erst in der 4. Minute prüfte Wuffli erstmals Wolfurt-Keeper Manzanero. Damit war die Partie lanciert, Daniel Zehrer erkämpfte sich eine Zeigerumdrehung später den Ball und hämmerte diesen kurzerhand in die Kreuzecke. Glück dann für Wolfurt als einmal die Querlatte sowie Manzanero einen Penalty zur knappen Pausenführung rettete.
Im Durchgang zwei wurden die Hofsteiger düpiert, 75 Sekunden nach Wiederanpfiff bedeutete ein abgefälschter Distanzschuss von Kunz den Ausgleich. Eberle & Co. nahmen diese Warnung nicht ernst, ein Spiegelbild der 1:2 Führung für Vordemwald. Daniel Zehrer doppelte zwar nach einem Abstauber zum Ausgleich für die Wolfurter nach, doch der dritte Distanzschuss der Schweizer bedeutete abermals die Führung. Kläui mit einem Kracher in die Kreuzecke war dann zugleich der erstmalige Zwei-Tore-Vorsprung der Aargauer. Die vermeintlich spielentscheidende Szene dann 10 Minuten vor Spielende. Vordemwald-Kapitän Wuffli musste nach einer Tätlichkeit gegen Winder vorzeitig unter die Dusche. In Überzahl wurden die Wolfurter unglücklich zum zehnten Teamfoul verdonnert und Kläui ließ sich nicht zweimal bitten - 5:2! Die Wolfurter mussten nun Druck aufbauen, sammelten so weiterhin Teamfouls und abermals Kläui setzte den Direkten Freistoss 5 Minuten vor dem Abpfiff zum 6:2 in die rot-schwarzen Maschen. Was dann passierte kann nur der Sport schreiben. Jaume Bartés und Iker Bosch verkürzten innerhalb von 33 Sekunden auf 4:6. Vordemwald taumelte und die Bartés-Truppe hatte das Momentum gebucht. Die Anzeigetafel zeigte noch 1:02 Minuten als Bartés zum Anschlusstreffer verkürzte und 32 Sekunden vor Spielende die mitgereisten Fans aus dem Häuschen brachte – Verlängerung!
In dieser war es ein Spiel der Nerven in dem beide Teams bedacht waren, keine Fehler zu begehen. 24 Sekunden vor Ende hielt Vordemwald-Keeper Mühlheim die Kugel vermeintlich fest. Robin Wolf entluchste diese und legte für Tobias Winder quer, der frei zum 7:6 Führungstreffer einnetzte. Die Wäldler ersetzten daraufhin den Torhüter durch einen 6. Feldspieler, Manzanero mit einer Glanztat beförderte den Ball zu Iker Bosch der 3 Sekunden vor Ende der Verlängerung den 8:6 Sieg und somit das 2:0 in der Serie fixierte.

​​„Solch eine Aufholjagd in so kurzer Zeit spricht für meine Mannschaft. Jetzt stehen wir kurz vor dem großen Ziel, aber es ist noch ein harter Weg dahin. Es wäre schön, zuhause den Sack zuzumachen“ so ein glücklicher Jaume Bartés.

RHC Vordemwald - RAIFFEISEN RHC Wolfurt 6:8 n.V. (0:1)
RAIFFEISEN RHC Wolfurt: Oriol Manzanero, Elias Rohner, Iker Bosch (2), Aurel Zehrer, Tobias Winder (1), Jaume Bartés (3), Patrick Eberle, Daniel Zehrer (2), Robin Wolf, Kilian Laritz



Wolfurt scheitert hauchdünn am Cup-Finaleinzug

Mit einer bitteren 2:3 Niederlage gegen den Genéve RHC verabschiedet sich der RAIFFEISEN RHC Wolfurt im Rahmen des Final-Four Turnier im Halbfinale aus dem Schweizer Pokalbewerb. Und dabei war der Zweitligist aus dem Ländle alles andere als ein Underdog. In den ersten 10 Spielminuten drückten die Hofsteiger die Westschweizer regelrecht in deren Hälfte zurück, hochkarätige Chancen vereitelte der Genfer Schlussmann aus Portugal Sebastian Silva und verhinderte auch der Torpfosten nach einem Bartés-Kracher den Wolfurter Führungstreffer. Entgegen dem Spielverlauf und mit der erst dritten Torchance sorgte der spanische Genf-Legionär Oriol Mata in Minute 14 das erste Mal für Bewegung auf der Anzeigetafel in der Thuner Mur-Halle. Davor hätte Wolfurts Topscorer Iker Bosch nach einer blauen Karte gegen den Spanier Ramada Coll bereits den Torreigen eröffnen können. Genf übernahm nach dem Führungstreffer, nicht zuletzt nach dem technischen Ausfall von Wolfurt-Spielgestalter Bosch, die Kontrolle über das Spiel und verabschiedete sich zum Pausentee mit diesem knappen Vorsprung:

Cup-Dramatik bot dann die Spielhälfte zwei. Nachdem Kapitän Aurel Zehrer nach Genfer Ballverlust und schönem Zuspiel von Carlos Theurer Genf-Torhüter Silva aussteigen ließ und den verdienten Ausgleich besorgte, war es wiederum Mata der aus keiner Chance aus kurzem Winkel den erneuten Führungstreffer der Calvinstädter erzielte. Die spanische Achse aus Wolfurt konterte in Minute 38 die Genfer Hintermannschaft sehenswert aus, Kapitän Bartés übernahm Verantwortung und der Jubel der Wolfurt Fans in der Mur-Halle sowie im voll besetzten Clubheim an der Wolfurter Ach, die das Spiel per Livestream verfolgten, kannte keine Grenzen. Eine harte blaue Karte und somit den direkten Freistoß gegen Carlos Theurer verwerte Genfs Oriol Mata zum persönlichen Hattrick und nachdem Iker Bosch nach 10. Teamfoul den Wolfurter Ausgleich drei Minuten vor Spielende an der Genfer Torwand Silva nicht erzielen konnte, mussten Zehrer & Co alles auf eine Karte setzen. Robin Wolf ersetzte Torhüter Manzanero als fünfter Feldspieler in der letzten Spielminute doch Silva hielt mit der letzten Chance in der letzten Sekunde den Ball auf der Torlinie fest und beförderte die Genfer somit ins Finale gegen den RHC Diessbach. Kapitän Zehrer fasste im Interview mit Swiss-Sport.tv, die in hervorragender Qualität die Cupspiele live aufbieten, die richtige Worte.

„Es war ein Cup-Krimi in dem Genf das glücklichere Ende hatte, wir haben gezeigt das wir mit NLA-Teams mithalten können und fokusieren uns jetzt auf das Saisonziel, den Aufstieg in die NLA“.

Genéve RHC – RAIFFEISEN RHC Wolfurt 3:2 (1:0)

RHC Wolfurt: Oriol Manzanero, Elias Rohner, Kilian Laritz, Jaume Bartés (1), Aurel Zehrer, Patrick Eberle, Iker bosch, Robin Wolf, Daniel Zehrer, Carlos Theurer

 

RAIFFEISEN RHC Wolfurt 2019
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