Der Raiffeisen RHC Wolfurt ist mit einem unnötigen Krimi in die neue Nationalliga-A-Saison gestartet. In der heimischen HockeyArena feierten die Hausherren einen 8:6-Heimsieg über den RC Biasca und sorgten damit gleich zum Auftakt für reichlich Spannung.
Die Wolfurter legten einen Traumstart hin: Arnau Dilmé eröffnete früh das Score, ehe Neuzugang Quique Biedma sich bei den Fans mit dem 2:0 vorstellte und Dilmé mit dem zweiten Treffer gleich darauf nachlegte. Dem nicht genug, zeigte Biedma seine Skorerqualitäten und machte mit dem 4:1 die deutliche Führung fest, dass die Gastgeber mit in die Kabine nahmen.
Nach Wiederanpfiff schien die Partie bereits entschieden, als Dilmé und Ferran Puig auf 6:1 stellten. Doch Biasca bewies Moral und nutzte jede Unachtsamkeit der Wolfurter Defensive. Binnen weniger Minuten trafen Saez, Bigiotti und Boll – und plötzlich stand es nur noch 6:4. Als Bigiotti und Boll in der 43. Minute sogar den Ausgleich erzielten, kippte die Partie völlig.
Doch das Heimteam hatte die passende Antwort: Kilian Laritz brachte Wolfurt kurz nach dem Ausgleich wieder in Front und sorgte damit wieder für Selbstvertrauen. Biasca ging all in, ersetzte in der Schlussminute Torhüter Lenherr durch einen fünften Feldspieler und wiederum Laritz sicherte mit seinem zweiten Treffer ins verwaiste Tessiner Tor den letztlich hart erkämpften aber verdienten 8:6 Erfolg der Hofsteiger.
„Wir haben phasenweise stark gespielt, dann aber den Faden verloren. Am Ende zählt, dass wir Moral gezeigt und den Sieg geholt haben“, bilanzierte Coach Oriol Manzanero nach der Partie.
Mit diesem spektakulären Start sorgt der RHC Wolfurt für ein Ausrufezeichen – und bewies schon am ersten Spieltag, dass mit ihm in dieser Saison wohl zu rechnen sein wird.
Raiffeisen RHC Wolfurt – RC Biasca 8:6 (4:1)
RHC Wolfurt:
Elias Rohner, Jon Minarro, Arnau Dilme (3), Ferran Puig (1), Alvin David, Quique Biedma (2), Elias Mark, Daniel Zehrer, Kilian Laritz (2), Tobias Kirchberger
RC Biasca:
Fabian Lenherr, Nicola Rossi, Ivan Ruggiero, Pablo Saez (2), Mattia Bigiotti (2), Gregorio Boll, Camillo Boll (2), Leonardo Lopreiato, Timoty Devittori, Giacomo Scanavin
